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A-Jugend gewinnt wildes Spiel in Spiel in Glandorf in letzter Minute

Weite Reise wird nach toller Mannschaftsleistung mit drei Punkten belohnt


17.09.2023 09:20 Uhr | A - Jugend | 373 x gelesen

Am Freitag, 15.09.2023, musste die A-Jugend der JSG Neuenkirchen/Merzen/Voltlage die weite Reise nach Glandorf ganz im Süden des Landkreises Osnabrück auf sich nehmen.
Das Trainergespann Jens Thölenjohann, Christian „Boris“ Krieger und Eddy Singer hatte alle Spieler – bis auf den langzeitverletzten Kapitän David Bergsma – an Bord und weil jeder gut trainiert hatte, auch die Qual der Wahl bei der Aufstellung gegen den Mitaufsteiger Glandorf/Schwege/Lienen.
Anscheinend hatten sich die Verantwortlichen für die richtige Startelf und die richtigen Inhalte bei der Spielvorbereitung entschieden, denn die JSG machte von Beginn an Druck und suchte sofort den Weg nach vorne. Brandan Siek prüfte mit einem guten Versuch früh den Torwart, der aber den Ball sicher hielt (3.). Kurze Zeit später legte Brandan einen Freistoß aus aussichtsreicher Position auf Finn Glose ab, der den Ball aber nicht kontrollieren konnte.

Der Mut im Offensivspiel wurde aber doch noch belohnt: Hannes Dirkes bekam den Ball im Mittelfeld, spielte ihn nach kurzem Dribbling genau in die Schnittstelle auf Matteo Lührmann, der zur 0:1 Führung für die JSG traf! Danach blieb die A-Jugend weiter am Drücker und es kam auch vermehrt zu Situationen im Glandorfer Strafraum, doch weitere Tore wollten – zunächst – nicht fallen.
Nach 27 Minuten schlug Kapitän Henning Elseberg einen langen Ball auf Brandan, der aber das eigentliche Ziel verfehlte. Dafür traf er aber einen Glandorfer, der seinen eigenen Torwart überlistete – 0:2 für die JSG! Wenn man schon selber nicht trifft, muss es halt der Gegner machen…

Das tolle Spiel nach vorne hatte aber auch seine Schattenseiten: Die Außenverteidiger standen öfters etwas zu hoch, wurden dabei überspielt und schon war Glandorf mit mehreren Spielern vor dem Tor von Jordi Kempe. Die übrigen Verteidiger sahen sich dann meistens mit einer Gleich- oder Überzahlsituation konfrontiert. So fiel nach 32 Minuten auch der Anschlusstreffer zum 1:2.
Nach vorne hatte die A-Jugend weitere gute Gelegenheiten, die Beste hatte Ben Seelmeyer, doch sein toller Schuss landete nur am Außennetz.
Die Führung zur Halbzeitpause war durchaus verdient, fiel aber knapper aus, als es die Spielanteile hergaben. Vorne ließ die A-Jugend zu viel liegen und hinten war man nicht immer sattelfest, trotz allem hatte die A-Jugend eine richtig tolle erste Hälfte gespielt!

So ging es zunächst auch noch weiter, Moritz Krieger prüfte den Torwart in der 49. Minute. Doch so langsam verlor man den Zugriff auf Ball und Gegner und ließ Glandorf – die aus den bisherigen vier Spielen immerhin neun Punkte geholt hatten – immer besser in die Partie kommen. Die Strafe für das passive und von Unkonzentriertheiten geprägte Spiel der A-Jugend folgte in der 60. Minute: Ein Einwurf von Glandorf wurde von der gesamten Mannschaft schlecht verteidigt, keiner war eng genug beim Gegenspieler und die Heimelf kam zum 2:2.
Fünf Minuten später kam es noch schlimmer: Wieder waren die Außenverteidiger zu offensiv, wieder rückten die Sechser nicht richtig nach, wieder gingen die Innenverteidiger nicht richtig drauf und Glandorf konnte relativ unbedrängt mit 3:2 in Führung gehen!
Doch die A-Jugend gab sich noch lange nicht geschlagen! Zwei Minuten nach der Führung gab es Freistoß für die A-Jugend: Henning schlug – quasi von der Mittellinie - einen richtig starken Ball in den Strafraum und fand dort Finn Johannesdotter, der per Kopf zum 3:3 Ausgleich traf (67.)

Nun entwickelte sich ein richtig wildes Spiel, bei dem es nur noch hin und her ging: Beide Teams operierten fast nur noch mit langen Bällen. Manche Angriffe wurden abgefangen, andere nicht. Manche Chancen parierten die Torhüter großartig, bei anderen hatten sie einfach nur Glück, dass der Ball am Pfosten oder an der Latte landete, oder knapp drüber, oder knapp daneben ging.
Das Spiel war so nervenaufreibend, dass man als Zuschauer in einem Moment dachte: „Boah, was für ein geiles Spiel!“ und im anderen Moment „Alter, ich bin echt zu alt für diesen Schei…!“

Beide Teams drängten mit aller Macht auf die Entscheidung und sie sollte auf der „richtigen“ Seite fallen: Brandan drang in der Nachspielzeit noch einmal in den Strafraum ein und suchte den Abschluss, der zunächst geblockt wurde, Brandan kam noch einmal an den Ball und versuchte, noch ein Stück weiter zum Tor zu kommen, dabei wurde er unsanft von den Beinen geholt und es gab Elfmeter für die A-Jugend.
Niclas – mit „c“ – Herdemann trat an und verwandelte mit einer Selbstverständlichkeit zum 3:4, als würde er den ganzen Tag nichts anderes machen, als in der Nachspielzeit entscheidende Elfmeter verwandeln!
Jetzt führte die A-Jugend wieder und brachte die Führung ins Ziel, weil sie als Mannschaft den Ball clever in der gegnerischen Hälfte hielt und so Glandorf keinen weiteren Angriff erlaubte. Der Sieg war zwar wegen des späten Tores glücklich, aber durchaus verdient, weil die JSG über weite Teile der Partie die bessere Mannschaft gewesen war und die besseren Chancen gehabt hatte. Das war wirklich eine tolle Leistung des gesamten Teams! Das wird den Jungs Selbstvertrauen geben!

Natürlich muss man die Schwächen in der Defensivarbeit und die mangelnde Chancenverwertung ansprechen, aber das macht man intern beim nächsten Training. Jetzt wird erstmal gefeiert und der Sieg genossen! Das haben sich die Jungs wirklich verdient!

Als nächstes steht für die A-Jugend das Auswärtsspiel in der Liga bei der JSG Hellern/Hasbergen/OTB an. Anstoß ist am Freitag, 22.09.23 um 19 Uhr auf der Anlage Klaus-Stürmer-Str. in Osnabrück-Hellern.

Aufstellung:
Jordi Kempe – Emil Danlowski, Niclas Herdemann, Henning Elseberg, Jannis Geers – Hannes Dirkes, Moritz Krieger, Finn Glose – Brandan Siek, Matteo Lührmann, Ben Seelmeyer

Eingewechselt wurden:
Finn Johannesdotter, Malte Schwerdt, Johann Robbe

Außerdem im Kader:
Nico Meier

Tore:
0:1 Matteo Lührmann (14.), 0:2 ET (28.), 1:2 (33.), 2:2 (60.), 3:2 (65.), 3:3 Finn Johannesdotter (67.), 3:4 Niclas Herdemann (FE, 90.)

Autor

Hans-Georg Ruwe

486 Punkte

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